
Was kostet eine Website für einen Handwerksbetrieb?
Drei Angebote liegen auf dem Schreibtisch. Das teuerste ist ein Vielfaches des günstigsten. Dieselbe Aufgabe, dieselbe Firma, dieselben sieben Seiten — und niemand erklärt Ihnen, woher der Unterschied kommt.
Website erstellen: Kosten liegen für einen Handwerksbetrieb im vierstelligen Bereich — bei ASR Webdesign zwischen 1.490 € und 3.990 € netto, als Festpreis vor Projektstart. Dazu kommen Domain und Hosting. Den Preis treibt fast nie die Technik, sondern der Umfang: Seitenzahl, Texte, Fotos, Sonderwünsche.
Die schwierigere Frage ist nicht, was eine Website kostet. Sondern was Sie für Ihr Geld tatsächlich bekommen — und woran Sie das vor der Unterschrift erkennen.
Warum dieselbe Aufgabe so unterschiedlich bepreist wird
Sie kennen das von der anderen Seite. Fragt ein Kunde nach dem Preis für ein neues Dach, ist die ehrliche Antwort erst einmal eine Gegenfrage: Welche Fläche, welches Material, Gerüst nötig, Dämmung dazu? Wer sofort eine Zahl nennt, hat nicht zugehört.
Bei Websites kommt ein Problem dazu, das Sie in Ihrem Gewerk nicht haben: Der Kunde kann die Qualität nicht sehen. Zwei Seiten sehen ähnlich aus, und trotzdem bringt die eine Anfragen und die andere nicht. Deshalb wird in dieser Branche so viel über Preise geredet und so wenig über Ergebnisse.
Drei Wege führen zu einer Website. Sie unterscheiden sich weniger im Ergebnis als in der Frage, wer die Arbeit macht.
Selbst bauen mit einem Baukasten
Die Software kostet wenig. Ihre Zeit kostet viel.
Für fünf Seiten mit eigenen Texten, brauchbaren Fotos und korrekten Rechtstexten gehen mehrere Wochenenden drauf. Nicht wegen der Technik — die ist heute einfach. Sondern weil Texte schreiben schwer ist. „Wir sind ein traditionsreiches Familienunternehmen mit hohem Qualitätsanspruch" steht auf zehntausend Handwerker-Seiten und verkauft nichts.
Wann das trotzdem die richtige Wahl ist, steht in Eigene Website erstellen — mit einer ehrlichen Stundenrechnung.
Ein Dienstleister zum Festpreis
Einer baut, der Preis steht vorher fest. Kurze Wege, ein Ansprechpartner, kalkulierbare Kosten. So arbeite ich: 1.490 € bis 3.990 € netto, schriftlich im Angebot, bevor irgendetwas beginnt.
Der eigentliche Vorteil ist nicht der Preis. Es ist, dass Sie ihn vorher kennen.
Agentur
Projektleitung, Design, Entwicklung, oft Text und Fotografie. Das kann sehr gut werden — und Sie bezahlen die Struktur mit. Jede Abstimmungsstunde steht auf der Rechnung.
Für acht Mitarbeiter und sechs Seiten ist das überdimensioniert. Für 80 Mitarbeiter, drei Standorte und ein Karriereportal ist es genau richtig.
Die fünf Posten, aus denen sich jeder Preis zusammensetzt
Umfang. Startseite, Leistungen, Referenzen, Über uns, Kontakt, Impressum, Datenschutz — sieben Seiten. Jede weitere Leistungs- oder Standortseite kostet extra. Nicht weil das Anlegen aufwendig wäre, sondern weil jede Seite eigene Texte braucht.
Texte. Der größte Posten und der am meisten unterschätzte. Liefern Sie sie selbst, sinkt der Preis — und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass das Projekt liegen bleibt. Ich habe Websites gesehen, die drei Monate auf einen Absatz gewartet haben.
Bilder. Eigene Fotos von echten Baustellen schlagen jedes gekaufte Motiv. Sie kosten einen Fototermin oder Ihre Zeit. Gute Handyfotos reichen. Schlechte schaden mehr als Stockfotos.
Funktionen. Kontaktformular ist Standard. Bewerbungsformular mit Datei-Upload, Terminkalender, Kundenbereich sind es nicht. Jede Funktion ist Aufwand — und will später gepflegt werden.
Sonderwünsche im Design. Ein individuelles Layout kostet mehr als ein bewährtes Raster. Für einen Handwerksbetrieb lautet die Frage aber selten „wie einzigartig sieht es aus", sondern „ruft der Besucher an". Das hat weniger miteinander zu tun, als die Branche behauptet.
Website erstellen: Kosten nach Umfang
Weil „eine Website" alles zwischen einer und siebzig Seiten heißen kann, hilft eine Einteilung.
Das digitale Firmenschild. Ein bis zwei Seiten: wer Sie sind, was Sie machen, wo Sie arbeiten, wie man Sie erreicht, plus Pflichtseiten. Richtig für Betriebe, deren Aufträge über Empfehlung kommen und die im Netz vor allem prüfbar sein wollen.
Der Standard-Auftritt. Startseite, drei bis fünf Leistungsseiten, Referenzen, Über uns, Kontakt. Hier steckt der Aufwand im Text: Jede Leistungsseite braucht eigene Inhalte, sonst rankt sie nicht und überzeugt niemanden. Mit diesem Umfang gewinnen die meisten Betriebe tatsächlich Anfragen.
Der erweiterte Auftritt. Zusätzlich Karriereseite mit Bewerbungsformular, mehrere Standorte, Gewerk-Unterseiten. Sinnvoll, wenn Sie über die Website Mitarbeiter gewinnen wollen oder in mehreren Orten sichtbar sein müssen.
Der Sprung zwischen den Stufen liegt fast nie in der Technik, sondern in der Menge an Inhalt, die produziert und gepflegt werden muss. Wer das beim Angebotsvergleich mitdenkt, vergleicht plötzlich Vergleichbares.
Bevor Sie irgendwo unterschreiben, lohnt der Blick auf den Ist-Zustand: Prüfen Sie Ihre Website in zwei Minuten — kostenlos, und Sie sehen schwarz auf weiß, ob eine neue Seite nötig ist oder drei Korrekturen an der alten reichen.
Website erstellen: Kosten senken, ohne zu sparen
Vier Hebel drücken den Preis wirklich — und einer nur scheinbar.
Texte selbst liefern. Sie kennen die Fragen Ihrer Kunden besser als jeder Texter. Stichpunkte reichen als Grundlage. Das senkt den Preis und verbessert das Ergebnis, weil die Inhalte aus dem Betrieb kommen statt aus einer Vorlage.
Eigene Fotos machen. Ein Nachmittag auf zwei Baustellen mit einem aktuellen Handy liefert bessere Bilder als jedes gekaufte Motiv. Tageslicht, aufgeräumter Hintergrund, bei erkennbaren Objekten den Kunden fragen.
Umfang ehrlich festlegen. Vier gute Leistungsseiten schlagen zehn halbe. Jede Seite, die Sie nicht brauchen, kostet zweimal: beim Bauen und beim Pflegen.
Funktionen später nachrüsten. Bewerbungsformular, Terminbuchung, Kundenbereich — wenn Sie das heute nicht sicher brauchen, warten Sie. Nachrüsten ist selten teurer, als etwas mitzubezahlen, das ungenutzt bleibt.
Der Hebel, der nicht funktioniert: am Preis verhandeln, ohne den Umfang zu ändern. Sinkt ein Festpreis um 30 %, ohne dass Leistung wegfällt, war entweder der erste Preis erfunden — oder es fällt später Leistung weg, über die vorher niemand gesprochen hat.
Die laufenden Kosten, die im Angebot oft fehlen
Der Kaufpreis ist nicht der Gesamtpreis. Diese Posten kommen jedes Jahr wieder:
- Domain: ein niedriger zweistelliger Betrag pro Jahr für eine
.de-Adresse. - Hosting: je nach Anbieter monatlich einstellig bis zweistellig.
- Wartung und Updates: bei Systemen wie WordPress regelmäßig nötig. Wer sie jahrelang liegen lässt, hat irgendwann keine veraltete, sondern eine gehackte Seite.
- Rechtstexte: Impressum und Datenschutz müssen aktuell bleiben, wenn sich Dienste auf der Seite ändern.
- Änderungen: neue Leistung, neue Nummer, neue Mitarbeiter. Klären Sie vorher, ob Sie das selbst können.
Die eine Frage, die alles klärt: Was kostet mich diese Website im zweiten Jahr, wenn ich nichts Neues bestelle? Ein seriöser Anbieter nennt die Zahl sofort.
Fünf Warnzeichen im Angebot
Stundensatz ohne Obergrenze. „Wir rechnen nach Aufwand ab, ca. 30–40 Stunden" ist kein Preis, sondern eine Schätzung. Fragen Sie nach einem Festpreis oder wenigstens einer verbindlichen Obergrenze.
Der Preis kommt erst nach dem Termin. Wer Preise grundsätzlich nicht zeigt, hat dafür einen Grund. Bei ASR stehen sie öffentlich — das ist keine Großzügigkeit, sondern der Verzicht darauf, den Preis am Gesprächspartner zu bemessen.
Lange Bindung an die eigene Website. Vorsicht bei 24, 36 oder 48 Monaten Laufzeit, in denen Ihnen die Seite nie gehört. Fragen Sie: Wem gehören Domain, Inhalte und Design nach Vertragsende?
„SEO inklusive, Platz 1 garantiert." Rankings kann niemand garantieren, auch Google nicht. Wer es verspricht, verkauft Unwissen oder Unwahrheit.
Kein Wort über Ihre Kunden. Steht im ganzen Angebot nur etwas über Design, Technik und Farben — und nichts darüber, wie aus einem Besucher ein Anruf wird —, bekommen Sie eine Visitenkarte. Keine Website, die arbeitet.
„Meine alte Seite tut es doch noch"
Der häufigste Einwand, und oft stimmt er. Eine Seite von 2019, die auf dem Handy funktioniert, schnell lädt und Ihre Nummer antippbar zeigt, muss nicht ersetzt werden.
Der Punkt ist nur: Genau das lässt sich prüfen, statt zu vermuten. Drei Dinge entscheiden, und keines davon steht in einer Preisliste.
Ob die Seite auf dem Handy funktioniert. Ihre Kunden googeln auf dem Smartphone — auf der Baustelle oder abends auf dem Sofa. Was nur am Schreibtisch gut aussieht, verliert die Mehrheit.
Ob man Sie mit einem Fingertipp erreicht. Eine Telefonnummer als reiner Text ist auf dem Handy nutzlos. Sie muss ein Link sein. Kleinigkeit in der Umsetzung, großer Unterschied im Ergebnis.
Ob Sie überhaupt gefunden werden. Die schönste Seite bringt nichts, wenn sie bei Google nicht auftaucht — siehe SEO für Handwerker.
Wie viele Betriebe im Handwerk um dieselben Kunden konkurrieren, führt der Zentralverband des Deutschen Handwerks in seinen Kennzahlen des Handwerks.
Was bei ASR im Festpreis steckt
Damit die Zahlen einen Bezug haben, das eigene Modell offen: drei Pakete zwischen 1.490 € und 3.990 € netto. Der Preis steht vor Projektstart schriftlich im Angebot. Keine Stundensätze, keine Nachträge. Nach Freigabe der Inhalte ist die Seite in 14 Tagen online. Ein Ansprechpartner — Sie schreiben mir, ich antworte.
Welches Paket passt, hängt am Umfang, nicht am Gewerk. Details auf der Preisseite, für die einzelnen Gewerke gibt es eigene Seiten, etwa für Dachdecker oder SHK-Betriebe.
Und der ehrliche Teil: Manchmal ergibt der Check, dass Ihre bestehende Seite reicht und drei Korrekturen genügen. Das zu sagen kostet mich einen Auftrag und Ihnen ein paar Tausend Euro. Deshalb steht der Check am Anfang und nicht das Angebot.
Häufige Fragen
Was kostet eine Website für einen kleinen Handwerksbetrieb mindestens?
Für einen professionellen Auftritt zum Festpreis beginnt es bei ASR bei 1.490 € netto. Deutlich günstigere Angebote sind fast immer Baukasten-Lösungen — dann zahlen Sie mit Ihrer Zeit statt mit Geld.
Sind laufende Kosten unvermeidbar?
Domain und Hosting fallen immer an, in überschaubarer Höhe pro Jahr. Vermeidbar sind teure Wartungspauschalen für Systeme, die aufwendiger sind als nötig. Fragen Sie vor der Beauftragung nach den Kosten im zweiten Jahr.
Lohnt sich eine teure Website für einen Betrieb mit fünf Mitarbeitern?
Nicht die Höhe entscheidet, sondern das Verhältnis. Bringt ein einziger gewonnener Auftrag mehrere Tausend Euro Umsatz, rechnet sich die Seite schnell. Findet sie niemand, war jeder Betrag zu hoch.
Wie lange dauert es, bis die Website online ist?
Bei ASR 14 Tage nach Freigabe der Inhalte. Der Engpass sind in der Praxis Texte und Fotos, nicht die Umsetzung.
Kann ich später selbst Änderungen machen?
Klären Sie das vorher. Kleine Textänderungen selbst erledigen zu können, spart über Jahre Geld und Wartezeit. Lassen Sie sich zeigen, wie das konkret aussieht — nicht nur bestätigen, dass es „möglich" ist.