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Google-Unternehmensprofil erstellen: Anleitung für Handwerker

Wer „Dachdecker in der Nähe" sucht, sieht zuerst drei Betriebe auf einer Karte. So kommen Sie dorthin: Profil erstellen, verifizieren und die fünf Angaben, die über Ihre Sichtbarkeit entscheiden.

Nikola ·

Google-Unternehmensprofil erstellen: Anleitung für Handwerker

Wie erstelle ich ein Google-Unternehmensprofil?

Jemand in Ihrem Ort tippt „Dachdecker in der Nähe" ins Handy. Ganz oben erscheint eine Karte mit drei Betrieben, Sternen und einem Anruf-Button. Er tippt auf einen davon. Ihre Website hat er nie gesehen.

Ein Google-Unternehmensprofil erstellen Sie kostenlos über google.com/business. Sie brauchen einen Google-Account, den Namen Ihres Betriebs, Ihre Adresse oder Ihr Einsatzgebiet und rund 30 Minuten. Danach kommt die Verifizierung per Postkarte, Telefon oder Video — erst dann sind Sie in Maps und in der lokalen Suche sichtbar.

Das ist der einfache Teil. Der Unterschied zwischen einem Profil, das existiert, und einem, das Anrufe bringt, liegt in fünf Angaben, die die meisten Betriebe leer lassen.

Warum das Profil wichtiger ist als die Website

Diese drei Plätze auf der Karte sind der wertvollste Platz im Internet für einen Handwerksbetrieb. Dorthin kommt man nur mit einem Profil, nicht mit einer Website.

Der Vergleich aus Ihrem Alltag: Die Website ist das Schaufenster. Das Profil ist das Schild an der Straße. Ohne Schild findet niemand das Schaufenster.

Dazu kommt: Viele rufen direkt aus dem Profil an, ohne die Website je zu öffnen. Sie sehen Sterne, Öffnungszeiten, eine Nummer — und tippen drauf. Ein Profil ohne Telefonnummer verschenkt genau diesen Anruf.

Bevor Sie starten: vier Angaben bereitlegen

Wer ein Google Unternehmensprofil erstellen will, kommt schneller durch, wenn vorher alles auf dem Tisch liegt.

  • Betriebsname, exakt wie im Impressum und auf dem Fahrzeug. Keine Zusätze wie „Dachdecker Wuppertal — schnell & günstig". Google verlangt den echten Namen; Werbezusätze führen zu Sperrungen.
  • Adresse des Betriebssitzes, auch wenn Sie sie später ausblenden.
  • Telefonnummer, unter der wirklich jemand abnimmt. Weiterleitung aufs Mobiltelefon ist in Ordnung.
  • Website-Adresse, falls vorhanden.

Legen Sie außerdem fest, wer das Profil dauerhaft betreut. Ein Google-Unternehmensprofil erstellen ist die Arbeit eines Nachmittags — es aktuell zu halten ist eine Daueraufgabe, und die bleibt liegen, wenn sie niemandem gehört.

Google-Unternehmensprofil erstellen — Schritt für Schritt

1. Anmelden und prüfen, ob es Sie schon gibt

Auf google.com/business anmelden — mit einem Konto, auf das Sie langfristig Zugriff haben. Nicht die private Adresse eines Mitarbeiters, der in zwei Jahren woanders arbeitet.

Suchen Sie zuerst Ihren Betriebsnamen. Oft existiert bereits ein Eintrag, den Google automatisch aus öffentlichen Daten erzeugt hat. Übernehmen Sie ihn, statt einen zweiten anzulegen. Zwei Profile für denselben Betrieb teilen Bewertungen und Sichtbarkeit auf — das schwächt beide.

2. Kategorie wählen

Die wichtigste einzelne Angabe im ganzen Profil. Sie entscheidet, bei welchen Suchanfragen Sie überhaupt in Frage kommen.

So genau wie möglich: „Dachdecker" statt „Bauunternehmen", „Sanitärinstallateur" statt „Handwerker". Weitere Kategorien können Sie ergänzen — die Hauptkategorie muss das sein, wofür Sie gefunden werden wollen.

3. Adresse oder Einsatzgebiet

Zwei Fälle:

  • Kunden kommen zu Ihnen (Ausstellung, Werkstatt): Adresse angeben, sie wird angezeigt.
  • Sie fahren zum Kunden (der Normalfall): Adresse eintragen, ausblenden, Einsatzgebiet festlegen.

Beim Einsatzgebiet machen viele denselben Fehler: halb Nordrhein-Westfalen angeben, um mehr Kunden zu erreichen. Das Gegenteil passiert. Ein realistisches Gebiet um Ihren Standort wirkt glaubwürdiger und funktioniert in der lokalen Suche besser als ein Radius, in dem Sie ohnehin nicht arbeiten.

4. Telefonnummer und Website eintragen

Beides. Immer. Die Nummer ist der direkte Weg zum Auftrag, der Website-Link verbindet Profil und Seite — Google versteht dadurch, dass beides zum selben Betrieb gehört.

Bei einem erheblichen Teil der Handwerker-Profile fehlt dieser Link. Drei Minuten Arbeit, die jahrelang offen bleibt.

5. Verifizieren

Google prüft, dass es Sie wirklich gibt: Postkarte, Anruf, E-Mail oder Video, in dem Sie Werkstatt, Fahrzeug oder Werkzeug zeigen. Die Postkarte dauert einige Tage. Bis die Verifizierung durch ist, sieht niemand das Profil — planen Sie das ein, wenn Sie es für eine Saison oder Kampagne brauchen.

Die fünf Angaben, die über Ihre Sichtbarkeit entscheiden

Leistungen einzeln eintragen. Nicht „Dachdeckerarbeiten", sondern Steildach, Flachdach, Dachfenster, Dachrinne, Sturmschaden, Dachwartung. Jede Leistung ist ein zusätzlicher Anlass, gefunden zu werden.

Öffnungszeiten korrekt halten. Auch Feiertage und Betriebsferien. Ein Anruf ins Leere ist schlimmer als ein geschlossenes Geschäft — danach ruft der Kunde den nächsten an.

Echte Fotos. Eigene Baustellen, eigene Fahrzeuge, eigenes Team. Stockfotos erkennt jeder und sie erzeugen genau das Misstrauen, das Sie vermeiden wollen. Handyfotos bei Tageslicht reichen. Regelmäßig neue ergänzen — ein Profil, in dem sich nichts bewegt, wirkt wie ein Betrieb, in dem sich nichts bewegt.

Beschreibung ohne Floskeln. Ein paar Sätze für Gewerk, Einsatzgebiet und Besonderheiten. Nicht für „Qualität und Kundenzufriedenheit stehen bei uns im Mittelpunkt".

Fragen und Antworten. Dort können Fremde fragen — und Fremde können antworten. Stellen Sie die häufigsten Fragen selbst und beantworten Sie sie, bevor es jemand anders tut.

Ob bei Ihnen Profil und Website sauber zusammenspielen, können Sie prüfen lassen: Der Website-Check sucht Ihr Google-Profil und meldet unter anderem, wenn dort kein Website-Link hinterlegt ist oder Ihnen Bewertungen im Vergleich zur Umgebung fehlen. Zwei Minuten, kostenlos.

Überall derselbe Name, dieselbe Adresse

Ein Punkt, der unscheinbar wirkt und in der lokalen Suche viel bewegt: Betriebsname, Anschrift und Telefonnummer sollten an jeder Stelle identisch geschrieben sein — im Profil, im Impressum, auf der Website, in Branchenverzeichnissen.

Identisch heißt wörtlich. „Müller Bedachungen GmbH" und „Bedachungen Müller GmbH" sind für Google zwei Angaben. „Hauptstr. 12" und „Hauptstraße 12" ebenso. Solche Abweichungen entstehen über Jahre, weil verschiedene Leute Einträge angelegt haben.

Nehmen Sie sich einmal eine halbe Stunde und gleichen Sie die drei wichtigsten Stellen ab: Google-Profil, eigenes Impressum, Eintrag bei der Handwerkskammer oder Innung. Was Sie dabei finden, überrascht die meisten Betriebe.

Bewertungen: der Faktor, den Sie nicht kaufen können

Bewertungen wirken doppelt. Sie beeinflussen, ob Google Sie überhaupt in den drei Kartenplätzen zeigt — und sie entscheiden, welchen der drei der Kunde anruft.

Der einfachste Weg zu mehr Bewertungen geht kaum ein Betrieb: fragen. Direkt nach der Abnahme, wenn der Kunde zufrieden vor dem Ergebnis steht. Nicht per Serienmail drei Wochen später. Google stellt im Profil einen kurzen Bewertungslink bereit — den schicken Sie per WhatsApp, während Sie noch auf dem Hof stehen.

Antworten Sie auf jede Bewertung, auch auf schlechte. Eine sachliche Antwort auf zwei Sterne überzeugt mitlesende Interessenten oft mehr als zehn begeisterte Kommentare — sie zeigt, wie Sie mit Kritik umgehen, und genau das will ein Kunde vor der Auftragsvergabe wissen. Was Sie nicht tun sollten: Bewertungen kaufen. Google erkennt das, und der Schaden ist größer als der Nutzen. Ein Betrieb mit acht ehrlichen Bewertungen wirkt glaubwürdiger als einer mit vierzig gekauften.

Was Sie nach vier Wochen prüfen sollten

Ein Google-Unternehmensprofil erstellen ist der Anfang. Nach vier Wochen zeigt Ihnen das Profil selbst, ob es funktioniert.

Über welche Begriffe kommen die Leute? Steht dort nur Ihr Betriebsname, finden Sie bisher nur Leute, die Sie schon kennen. Tauchen Gewerk und Ort auf — „dachdecker wuppertal" —, greift die lokale Sichtbarkeit.

Wie viele rufen an, wie viele klicken zur Website? Beide Zahlen stehen im Profil. Bei Handwerksbetrieben liegt der Anruf fast immer vorn.

Wie oft wird die Wegbeschreibung abgerufen? Relevant, wenn Kunden zu Ihnen kommen.

Passiert nach vier Wochen praktisch nichts, liegt es meist an einem von drei Punkten: falsche Hauptkategorie, unrealistisch großes Einsatzgebiet, oder es fehlen Bewertungen, während die Betriebe nebenan zwanzig haben.

Die häufigsten Fehler

  • Zwei Profile für einen Betrieb — zusammenführen lassen.
  • Kein Website-Link — kostet Besucher und die Verbindung zwischen Profil und Seite.
  • Einsatzgebiet zu groß — wirkt unglaubwürdig und hilft nicht.
  • Kategorie zu allgemein — kostet Sichtbarkeit bei genau den Suchen, die zählen.
  • Einmal angelegt, nie wieder angesehen — Öffnungszeiten von vorgestern, Fotos vom alten Fahrzeug.
  • Andere Adresse als auf der Website — Name, Adresse und Nummer sollten überall identisch geschrieben sein.

Wie wichtig eine einheitliche digitale Präsenz für kleine Betriebe geworden ist, zeigt die Initiative Mittelstand-Digital des Bundeswirtschaftsministeriums.

Profil und Website gehören zusammen

Das Profil bringt Sie auf die Karte. Was danach passiert, entscheidet Ihre Website: Wer aus dem Profil auf eine Seite klickt, die auf dem Handy nicht funktioniert oder acht Sekunden lädt, ist wieder weg.

Welche Punkte darüber entscheiden, ob aus dem Klick eine Anfrage wird, steht in Bei Google gefunden werden und in SEO für Handwerker. Was ein neuer Auftritt kostet, steht offen auf der Preisseite — 1.490 € bis 3.990 € netto.

Häufige Fragen

Ist das Google-Unternehmensprofil kostenlos?

Ja, vollständig. Anlegen, verifizieren und pflegen kosten nichts. Kostenpflichtig sind nur Google-Anzeigen, die davon unabhängig sind.

Brauche ich eine Website für ein Google-Unternehmensprofil?

Nein, das Profil funktioniert auch ohne. Sinnvoll ist die Kombination trotzdem: Das Profil zeigt Sie, die Website überzeugt. Ohne Website verlieren Sie alle, die mehr sehen wollen als Sterne und Öffnungszeiten.

Wie lange dauert die Verifizierung?

Per Telefon oder Video oft innerhalb eines Tages, per Postkarte einige Tage. Vorher ist das Profil nicht öffentlich sichtbar.

Was mache ich mit einer unberechtigten schlechten Bewertung?

Zuerst sachlich öffentlich antworten — das lesen künftige Kunden mit. Verstößt die Bewertung gegen Googles Richtlinien, etwa weil sie von jemandem stammt, der nie Kunde war, können Sie sie über das Profil melden. Ein Anspruch auf Löschung besteht nicht in jedem Fall.

Kann ich mein Einsatzgebiet später ändern?

Ja, jederzeit in den Profileinstellungen. Änderungen an zentralen Angaben werden teilweise erneut geprüft und sind nicht sofort sichtbar.

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